Freitag, 29. März 2013

Laaange Straße: Im wilden Nordwesten oder: Wo sind die Känguruhs?

Hallo liebe Blog-Leser, lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen. Zwei Gründe sind dafür verantwortlich:
1. Hier im Nordwesten gibt es ganz oft kein Internet, das wir zum bloggen nun mal brauchen.
2. Es war einfach keine Zeit da. Wir waren entweder on the road oder abends dann so geschafft, dass die Energie fehlte.
Aber nun sind wir wohlbehalten in Broome angekommen, hier gibts Netz und heute haben wir auch  Zeit, weil am "Good Friday" auch in Australien alles geschlossen hat.  Der 4x4 hat super durchgehalten und sogar einen anderen 150 km weit geschleppt. Nun muss er verkauft werden und am nächsten Dienstag fliegen Helena, Christoph und Susanne wieder heim. 
Ich versuche, alles Erlebte für euch zusammenzufassen:
Erste Station: Nochmal bei Beatrice und Rolf, der große Eukalyptus-Baum beeindruckte alle.

 Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen, die große Reise begann.
 Nördlich von Perth sahen wir den Koalas im Yanchep-Nationalpark beim Schlafen zu.
 Eine Ausstellung zeigte das ursprüngliche Leben der Aboriginals:
 Nach langer Fahrt auf dem Indian Ocean Drive tauchten die ersten Sanddünen der Pinnacles-Dessert vor uns auf.
 Ein erster Spielplatz für alle, die gern Offroad fahren.
 Unheimliche Begegnungen: Der Schreiiiii....
 Auch Elefanten kreuzten unseren Weg:
 Am nächsten Morgen statteten wir in Jurian Bay den dortigen Stromatoliten einen Besuch ab. Die ältesten Geschöpfe der Erden sind beeindruckend unbeeindruckend.
 Wieder auf der laaangen Straße: Weiter Richtung Norden, es wurde von Tag zu Tag heißer. Keine Känguruhs in Sicht.
 Im Kalbarry- Nationalpark gab es erst mal spektakuläre Steilküste a´la Great Ocean Road, zu Helenas Bedauern leider ohne Delfine.
 Im Landesinneren fiel der Blick von Hawks Head auf das Tal des Murchison River. 35 Grad im Schatten, mindestens. Keine Känguruhs.

Der Francois Peron- Nationalpark ist DIE Spielwiese für 4x4. Das mussten wir natürlich auch miterleben.
 Luft aus den Reifen lassen, nach Anweisung:
 Los ging´s durch Salzseen und Sandpisten.

 Christoph war im 7. Himmel. Aber: Wo sind die Känguruhs?
Hier lernten wir Beate und Horst kennen. Beide in einem 4x4 -Camper auf gleicher Spur unterwegs wie wir. Auch sie wollten in Coral Bay und Exmouth tauchen, also taten wir uns für die Weiterfahrt zusammen.
 Danach wieder laaange Straße. In Coral Bay campten wir neben Horst und Beate. Auch den tauchausflug mit Mantas erlebten wir gemeinsam. Beim Aufbruch konnte Horst allerdings nicht mehr starten. Lichtmaschine kaputt. Das Auto musste nach Exmouth zur Werkstatt. Also: Der 4 Runner zog ihn die
150 km. Ohne Probleme. Tolles Auto!
 Vorbei an Termitenbauten, die sehr fantasieanregend sind:
 In Carnarvon besichtigten wir die dortige School of the Air, leider nur von außen, samstags natürlich geschlossen. Die Radaranlagen für die Bodenkommunikation der NASA, die bis in die 90er Jahre in Betrieb waren, kann man auch erkunden.
 In Coral Bay hatten wir dann die Chance, das Klassenzimmer der dortigen "Filiale" der School of the Air auch von innen kennenzulernen. Herz der Einrichtung: Die Computer, über die jeder Schüler Kontakt zu seiner Lehrkraft hat und individuell Übungsmaterial zugesendet bekommt.
 Ansonsten ist das Klassenzimmer ähnlich wie bei uns. Vertraute Gefühle kamen auf.
 Dieses Poster dokumentiert den Einzugsbereich der Schule. Er erstreckt sich über einen Umkreis von ca. 500 km.
Auf unserem Campingplatz in Exmouth besuchte uns dieser Emu und klaute uns einen Apfel einfach vom Tisch. Frechheit!
 Coral Bay und Exmouth waren die Ziele, an denen wir natürlich auch tauchen wollten. Highlights: Schnorcheln mit dem Walhai und Navy Pier. Man muss dafür richtig Geld in die Hand nehmen, aber es lohnt sich. Wer sich für mehr Unterwasser-Bilder interessiert, dem sei die Sport Franz- Seite empfohlen, auf der Christoph seine Ausbeute präsentieren wird.








In der Basis konnte sich Christoph nicht zurückhalten und half beim Ausladen und Füllen der Flaschen.
 Ab ins Innenland: Der Karijini Nationalpark stand auf unserem Programm. Von weitem sah man schon den Mount Bruce. Einige Kilometer der Straße waren ungeteert. Da passierte es: Ein Reifen war platt.
Kai und Christoph hatten bei größter Hitze ganz schön zu tun, einen neuen Reifen in Tom Price zu besorgen, weil der Ersatzreifen auch platt war.
 Unterwegs kamen uns riesige Roadtrains mit Teilen für die Minen in der Umgebung entgegen. Da hieß es: Ab an den Straßenrand!
 Belohnung für alle Mühen: Die herrlich frischen Pools in den Schluchten der Dales Gorge. Ein Traum!



 In der Nähe von Wittenoom, einem verlassenen Ort im Norden des Parks, wirbelte dieser LKW richtig viel roten Staub auf:
 Richtung Norden, nach dem Cyclon im Januar, wurde die Landschaft langsam wieder grüner.
 Auch eine interessante Geschichte: Wir übernachteten auf der Indi-Station, nicht weit weg von der statistisch gesehen heißesten Stadt Australiens, Marble Bar, nicht "weit" weg von Port Hedland. Gefühlte 45 Grad. Christoph übernachtete im Kitchen-Container mit Air-Condition.


 Kälbchen liefen frei überall herum:
 Alte Autos werden als Ersatzteillager einfach abgestellt.
 Bei so einer Werkstatt geht Kai das Herz auf:
 Die Station liegt in Cyclon-Gebiet. Entsprechend sind die Wohncontainer gesichert.

 Der Stromgenerator:
 Hinten Gerümpel:


Die Fahrt ging weiter über Port Hedland mit ausführlichem Einkaufsstop zum Eighty-Mile-Beach nach Broome. Temperaturen: 28 - 35 Grad. Wieder lange Fahr-Etappen, die wir aber gut hinter uns brachten. Jetzt erholen wir uns hier noch ein bisschen. Weitere Bericht im nächsten Post.

Kommentare:

  1. Hallo, ich möchte mich für die neuen Einträge bedanken! Für mich, als ehemaligem Fernfahrer im internationalem Fernverkehr, weckt es die Sehnsucht der Ferne (das sogenannte "Zigeunerleben") wenn ich die herrlichen Bilder betrachte. Euch noch die paar schönen Tage mit den 3 "Kindern", denen ich einen guten Rückflug wünsche. Grüße,
    Dieter (Wilhermsdorf) DL9DW

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  2. Schöne Grüße aus der Fürther Südstadt und nachträglich alles Gute zum Geburtstag von Familie Boukechab-Häfner

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